Allgemein: Die Robinie wurde nach Jean Robin (1550-1629) und seinem Sohn Vespasien Robin (1579-1662), Botaniker von Henri IV von Frankreich, benannt. V. Robin war der erste, der die Robinie in Europa kultivierte. Sie stammt ursprünglich aus Amerika und ist von Natur aus nur dort heimisch. Heutzutage wird der Baum aber in weiten Teilen der Welt kuliviert. Sie wurde früher für eine Acacia-Art gehalten und Acasia Robini genannt. Dies ist aber nicht richtig. Sie gehört zur Familie der Papilionaceae.
Ursprüngliches Vorkommen: Die Robinie ist ursprünglich nur in Amerika verbreitet. Seit dem 16. Jahrhundert wird sie in weiten Teilen der Welt angebaut.
Die Robinie ist kältetolerant und ist ein Pionierbaum. Sie gedeiht oftmals auch auf schlechten nährstoffarmen Standorten.
Man kann den Baum in Höhen bis über 800 m antreffen.
Baumbeschreibung: Die Robinie ist ein mittelgroßer Baum mit Höhen um die 25 m und Durchmessern um die 60 cm.
Der Baum hat eine offene Krone mit unregelmäßig angeordneten kurzen Ästen.
Der Stamm ist von unregelmäßiger Form mit einer glatten Jugendrinde, die im Alter tief gefurcht ist.
Stammbeschreibung: bis 10 m astfrei und 0,8 m stark
Holzbeschreibung
Holzbeschreibung: Als Kernholzbaum ist der Kern vom Splint scharf abgegrenzt. Die Breite des Splints ist mit nur 3 bis 5 Jahrringen als sehr schmal zu bezeichnen.
Das Splintholz weist eine gelblich-weiße bis hellgelbe ins grünliche tendierende Färbung auf. Die Farbe des Kernholzes variiert von gelblichgrün über grünlichbraun bis zu einem dunklen braun.
vorgebohrte Nagel- und Schraubverbindungen halten gut
Oberflächenbehandlung:
gut, schon nach dem Hobeln werden eine gute Oberflächen- und Kantenqualität erzielt, sehr gute Ergebnisse nach dem Schleifen, Polieren und Lackieren
Schälen:
gut
Messern:
gut
Spalten:
gut
Drechseln:
gut
Biegen:
gut
Einschnitt:
gut
Holzverwendung
Beschreibung: Im Handel ist Robinienholz als Rund- und Schnittholz zu finden.
Robinienholz besitzt zahlreiche gute Eigenschaften und ist vielseitig einsetzbar. Allerdings sind bislang nur geringe Mengen in geringen Dimensionen im Handel anzutreffen.
Heilkunde: In allen Pflanzenteilen der Robinie sind die Toxalbumine Robin und Phasin enthalten. Zusätzlich wurden die Glykoside Syringin und Piperonal, Gerbstoffe, Harz und in den Blüten Flavonglykoside entdeckt. Der Gehalt an Robin ist in der Rinde am höchsten. Die ganze Pflanze, vor allem die Rinde und die Früchte, sind stark giftig. Es wird sogar von Intoxikationen mit letalem Ausgang durch die Inhalation von Holzstaub bei der Verarbeitung des Holzes berichtet.