Bis in das 19. Jhdt hinein wurden für die Wasserversrogung Rohre aus Holz
verwendet, die in Süddeutschland und in der Schweiz als Teuchel bezeichnet
wurden.
Zur Erzeugung der Teucheln wurden vor allem Föhren- und Weisstannenstämme wegen der hohen Harzhaltigkeit verwendet. Die Stämme mit einem Durchmesser von 15-30 cm wurden mit grossen Bohrern längs durchbohrt. Längere Stämme wurden vonbeiden Seiten aufgebohrt. Die Verbindung der Rohre geschah durch Eisenringe (sog. Teuchelzwinge), die in das Hirnholz getrieben wurden.
Für die Teucheln waren daher sehr geradschaftige Stämme erforderlich. In der Nähe von Freudenstadt befindet sich ein Waldgebiet mit dem Namen Teuchelwald, aus dem in früheren Jahrhunderten solche Stämme gewonnen wurden.
Heute sind Holzrohre für Spezialanwendungen immer noch gefragt. Allerdings werden heute die Holzrohre aus Dauben ähnlich Fassern hergestellt. So hat die Firma Zwick-Holzbau in Wolterdingen ein 1000 m langes Holzrohr mit
einem Durchmesser von 2,75 m in Mürzzuschlag (Ost-Steiermark) errichtet, das
als Druckrohrleitung einer Wasserkraftanlage, die im Viktor von
Kaplan-Wasserkraftmuseum gebaut wird, verwendet wird.