Die Zertifizierungsstelle des Instituts für
Holztechnologie Dresden (ZS ihd) hat im August 2004 als eine der ersten
Zertifizierungsstellen in Deutschland das Recht erworben, bei der Überwachung
und Re-Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen nach DIN EN ISO 9001 (QMS)
für Unternehmen mit gefestigtem Qualitätsmanagement das so genannte „Alternative
Verfahren“ anzuwenden. Damit wird dem lang gehegten Wunsch der Unternehmen
entsprochen, die Audits vor Ort praxisnäher, weniger formal und weniger
zeitaufwändig durchzuführen.
Das „Alternative Verfahren“, auch „Vereinfachtes Verfahren“ genannt, geht auf
eine Initiative des International Accreditation Forum (IAF) vom Januar 2003
zurück. Nachdem die ZS ihd die Vorgaben des IAF in ihre eigenen Verfahren
implementiert hatte und durch die Trägergemeinschaft für Akkreditierung, der
nationalen Akkreditierungsstelle in Deutschland, überprüft worden war, erhielt
sie die Akkreditierung für die Anwendung des “Alternativen Verfahrens”. Damit
ist garantiert, dass durch die ZS ihd ausgestellte Zertifikate weltweit
anerkannt werden.
Schwerpunkte des „Alternativen Verfahrens“ sind die Erzielung der
Kundenzufriedenheit, die kontinuier-liche Verbesserung der Prozesse, die
regelmäßige und umfassende interne Überprüfung aller Abläufe und die Bewertung
des gesamten QMS durch die eigene Geschäftsleitung.
Das Verfahren beruht im Wesentlichen auf der Prüfung und Anerkennung des im
Unternehmen durch-geführten internen Audits durch die ZS ihd, so wie im
entsprechenden IAF-Dokument beschrieben. Das Ausmaß, in dem die Resultate des
internen Audits anerkannt werden können, hängt von verschieden Faktoren ab,
insbesondere von der Reife des QMS. Daher (vom englischen „well developed and
implemented“) auch die Bezeichnung „WDI-Verfahren“.
Unter den Voraussetzungen, dass das QMS im Unternehmen seit mindestens drei
Jahren eingeführt, umgesetzt und weiter entwickelt wurde, dass es zertifiziert
und mehr als nur einmal überwacht wurde und dass die permanente Bearbeitung der
genannten Schwerpunkte, beispielsweise durch Statistiken, nachgewiesen wird,
kann die ZS ihd beim Audit vor Ort den Zeitaufwand ganz legal
reduzieren.
Beispiel für ein Überwachungsaudit der ZS ihd in einem
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern:
• bisheriges Verfahren: 3,5 Std. Prüfung der Dokumentation + 14 Std.
Audit vor Ort + 3,5 Std. Auditbericht = 21 Std. • „Alternatives
Verfahren“: 5,5 Std. Prüfung der Dokumentation + 8 Std. Audit vor Ort + 3,5 Std.
Auditbericht = 17 Std. • Einsparung: 4 Std.
Unternehmen, die vom bisherigen auf das „Alternative Verfahren“ umsteigen
oder sich neu zertifizieren lassen möchten um nach drei Jahren das „Alternative
Verfahren“ anzuwenden, können von der ZS ihd Unterlagen zur genauen
Vorgehensweise erhalten.
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