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Europäischer Parkettmarkt wuchs stark im Jahr 2006


22.01.07

Die in Brüssel ansässige Föderation der europäischen Parkettindustrie, FEP, schätzt auf Grundlage erster Informationen ihrer Mitglieder, dass das in Europa verkaufte Parkettvolumen in 2006 um weitere 4 bis 5% zugenommen hat. Somit hält der seit Jahren bestehende Aufwärtstrend weiter an. Auch für 2007 besteht gute Hoffnung auf eine weitere positive Entwicklung, unter der Bedingung einer Fortsetzung der Belebung im Bauwesen und dass Parkett seine Position als Fussbodenbelag in einer Reihe von Anwendungen weiter ausbauen kann.

Die FEP deutet aber gleichzeitig daraufhin, dass eine vollständige und detaillierte statistische Übersicht des europäischen Gesamtmarktes erst dann verfügbar sein wird, wenn alle Daten erhalten und verarbeitet sind, womit bis zu der kommenden Generalversammlung in Malmö (Schweden) im Juni gerechnet wird. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass der Gesamtkonsum von Parkett in den Mitgliedstaaten der EU und EFTA um die 110 Millionen m² beträgt. Das Wachstum ist jedoch von Markt

zu Markt unterschiedlich.
Wichtige Faktoren bei der Steigerung des europäischen Parkettkonsums waren zweifelsohne das verbesserte Wirtschaftsklima und der damit zusammenhängende Aufschwung des Baumarktes in Deutschland, und dies nach drei aufeinanderfolgenden Jahren eines Rückgangs. Auch in 2007 soll dieser Wachstum, zwar verlangsamt, anhalten. Die Kapazitätserweiterung bei bestehenden Werken und die Ankündiging neuer Investitionen in Produktionsanlagen sind ein Beweis des Vertrauens des Sektors in eine weiter positive Entwicklung.

Der Mangel an Uniformität auf globaler Ebene gilt sicherlich auch für die Parkettproduktion, wobei Mehrschichtparkett den bedeutendsten Anteil hält. Mosaik- und Massivparkett leiden unter Problemen durch den Wettbewerb anderer Märkte, den starken Euro und veränderten Geschmack und Präferenzen der Konsumenten. Diese Lage wird für Hersteller noch verschärft duch hohe Transport-, Energie- und Lieferungskosten, neben bedeutenden Kostensteigerungen für den Rohstoff Holz, in der derzeitigen Lage sicherlich nicht beneidenswert. Massnahmen zur Gewährleistung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität sind unumgänglich.

CE-Kennzeichnung von Parkett: Erweiterung der Ko-Existenz Periode
Bei seiner Sitzung in Brüssel im vergangenen November hat der Ständige Ausschuss für das Bauwesen der EU entschieden, die Ko-Existenz Periode betreffend EN 14342 auf den 1. März 2008 zu verschieben. Dies Entscheidung bedeutet, dass die Verpflichtung der CE-Kennzeichnung für Parkett und Holzfussböden um ein weiteres Jahr aufgeschoben wird. Die Hersteller haben dadurch mehr Zeit, um sich mit den Anforderungen vertraut zu machen und bieten die Möglichkeit, die Norm bei einigen kritischen Teilen, wie z.B. im Bereich des Brandverhaltens für nicht-oberflächenbehandelte Produkte, anzupassen. Die FEP ist an dieser Arbeit beteiligt.

US Zoll: Klassifizierung von Parkettpaneelen
Im Laufe von 2006 wurde die FEP informiert über Probleme von einigen Parkettherstellern, Mitgliedern der FEP, beim Export von Mehrschichtparkett in die Vereinigten Staaten. Trotz einer klaren Entscheidung der Weltzollorganisation über diese Klassifizierung nach langer und intensiver Beratung unter Einbindung der FEP, beharrt die US Verwaltung einseitig auf eine Umklassifizierung als Sperrholz, mit einem Einfuhrzoll von 8% für europäische Hersteller.

In Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der europäischen Holzindustrie, CEI-Bois, hat die FEP deutlich gegen diese Aktion der US Zollbehörde protestiert. Das dadurch aufgebaute Handelshemmnis kann nicht akzeptiert werden und zusammen mit den Dienststellen der EU Kommission bemüht sich die FEP, diese Entscheidungen rückgängig zu machen.

Neustrukturierung des Harmonisierten Systems zum 1. Januar 2007
In diesem Zusammenhang ist es aber auch wichtig, zu berüchsichtigen, dass zufolge einer Entscheidung der Weltzollorganisation über eine Neustrukturierung des harmonisierten Systems zur Klassifizierung von Gütern im internationalen Handel, auch die derzeitige Einstufung von Parkett sich geändert hat.

Ab 1. Januar wurde der Untertitel 4418.30 gestrichen und ersetzt von einem neuen Untertitel 4418.7x bis 4418.79 – zusammengesetzte Bodenbeläge, aufgeteilt wie folgt:
• 4418.71 -- Für Mosaik
• 4418.72 -- Andere: Mehrschicht
• 4418.79 -- Andere

Diese rein administrative Anpassung soll die Transparenz im internationalen Handel und in den Handelsstatistiken verbessern.

“Living on Wood”-Initiative: starker Auftritt
Nach der offiziellen Einführung des Projektkonzepts bei der 50. FEP Generalversammlung in Wiesbaden hat das “Living on wood” Projekt sich rasch mit dem “Real Wood” Logo und dem Start der informativen Website für Konsumenten: www.realwood.eu konkretisiert. Diese präsentiert sich nun auf Englisch und auf Deutsch; weitere Sprachfassungen sind in Vorbereitung.

Die wesentliche Vision hinter der Initiative “Living on wood” kann am besten zusammenfasst werden durch die vom FEP Vorstand bestimmten und von Marketingausschuss umgesetzten Zielsetzungen.
• Erhöhung der Nachfrage nach Echtholzböden – Marktanteil steigern;
• Aufklärungsarbeit: Der Konsument soll wissen, was er kauft – Böden aus echtem Holz;
• Positives Image erzeugen/ausbauen für Echtholzböden;
• Aufbau einer “Holzbödenlobby” von Herstellern, Verteilern, Verlegern, ...., die für Holzfussböden werben.

“Damit der höchstmögliche Einfluss bewirkt wird, ist die engagierte Mitarbiet vieler Mitglieder/Hersteller in jedem Markt von wesentlicher Bedeutung”, betont FEP Vorstand Dieter Betz. “Dabei sollten wir nie aus dem Auge verlieren, dass das Grundziel, den Parkettanteil gemeinsam zu steigern bevor ihn aufzuteilen nur durch die volle und motivierte Teilnahme aller Stakeholder möglich ist.”

“Die Parkettindustrie hat heute die einzigartige Möglichkeit, sich hinter der “Living on Wood” Vision zu vereinen und so den Weg zur Konsolidierung der Stabilität und zukünftigen Profitabilität des gesamten Sektors” zu gehen.

Mit jeder zusätzlichen nationalen Einführung gewinnt das Projekt an Beduetung. Die FEP ruft daher alle
Betriebe, die Echtholzböden produzieren, verkaufen oder verlegen dazu auf, sich an dem Projekt zu beteiligen und es zu unterstützen.



News-ID: 08T2JMNNHJ

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