Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr, welches am
1. August 2006 startet, geht der neue Ausbildungsberuf „Holzmechaniker“ der
Holz- und Möbelindustrie an den Start. Wie der Hauptgeschäftsführer des
Hauptverbandes der Deutschen Holz verarbeitenden Industrie (HDH), Dirk-Uwe
Klaas, mitteilt, wurde die Berufsausbildung für die Facharbeiter der Branche in
den vergangenen 2 Jahren neu geordnet, und bekam bereits die offizielle
Genehmigung von Bundeswirtschafts- und Bundesbildungsministerium. So
werden die Azubis ab diesem Sommer erstmals nach den neuen Grundlagen in Betrieb
und Berufsschule ausgebildet.
Exakt zwanzig Jahre hatte die letzte und nunmehr „alte“
Holzmechaniker-Berufsausbildung auf dem Buckel. Klar ist: Nur was wirklich gut
ist, kann zwanzig Jahre überdauern. Dennoch hat sich in dieser Zeit einiges
verändert: Der Einsatz von Computer gestützten Maschinen und Anlagen ist
mittlerweile Alltag und begegnet den deutlich individueller gewordenen
Marktanforderungen. Der flexible Einsatz unterschiedlicher Materialien, die
aufwändige Gestaltung von Oberflächen oder die konstruktiven Anforderungen an
die Holz-Produkte fanden ebenfalls Eingang in die neue Ausbildungsordnung. Um
eine größere Flexibilität zu erreichen, wurden die vormals 6 Fachrichtungen auf
die beiden neuen Fachrichtungen „Möbelbau und Innenausbau“ sowie „Bauelemente,
Holzpackmittel und Rahmen“ reduziert. In der Fachrichtung Möbelbau und
Innenausbau wird neben der Maschinenkenntnis ein besonderer Schwerpunkt bei der
Oberflächenbehandlung gelegt und die Qualitätskontrolle betont.
Im Zentrum der Ausbildung stehe selbstverständlich der Mensch. Die Holz
verarbeitende Industrie ist nach wie vor eine personalintensive Branche, die
besonderen Wert auf die Qualifikation ihrer Mitarbeiter legt. Mit der neuen
Ausbildungsordnung sollen deshalb nicht nur technische oder werkstoffbezogene
Kenntnisse vermittelt werden. Teamorientiertes Arbeiten und
Kommunikationsfähigkeit werden als vermeintlich „weiche“ Faktoren besonders
gefördert. Das Ziel sind selbstbewusste Facharbeiter bzw. Facharbeiterinnen, die
nicht nur den eigenen isolierten Fertigungsschritt sehen, sondern in der Lage
sind, sich mit Kollegen und Vorgesetzten auszutauschen und dabei in einem
ganzheitlichen Ansatz stets ein marktfähiges Endprodukt vor Augen haben.
Klaas: „Wir hoffen sehr, dass die neue Ausbildungsordnung von den jungen
Leuten angenommen wird, damit der Branchennachwuchs auf Dauer gesichert bleibt
und die Qualität unser Produkte weiter gesteigert werden kann. Denn, wenn wir am
Weltmarkt schon nicht die billigsten sein können und wollen, so müssen wir doch
die Besten bleiben.“
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