Trotz eines stagnierenden Weltmarktes für Holzbearbeitungsmaschinen
hat sich die positive Geschäftsentwicklung der Homag Group AG auch im dritten
Quartal 2005 fortgesetzt. In den ersten neun Monaten erhöhte sich der
Auftragseingang des weltweit führenden Herstellers von Maschinen und Anlagen für
die holzbearbeitende Industrie um sieben Prozent auf 496 Mio. Euro (Vj.: 464
Mio. Euro). Der Auftragsbestand stieg um zehn Prozent auf 244 Mio. Euro (Vj.:
222 Mio. Euro) und der Umsatz verbesserte sich um drei Prozent auf 500 Mio. Euro
(Vj.: 486 Mio. Euro). Gegenüber dem 30. September 2004 erhöhte sich auch die
Mitarbeiterzahl nach dem Ende der ersten drei Quartale 2005 von 5.143 auf 5.235
Beschäftigte. Für das Gesamtjahr 2005 bleibt der Vorstand bei seiner
Umsatzprognose und geht weiterhin von einem Zuwachs im mittleren einstelligen
Prozentbereich aus.
Diese im Verhältnis zur Branchensituation überproportionale Entwicklung der
Homag Group AG führt Vorstandssprecher Klaus Bukenberger neben den auf der
Branchenmesse Ligna erfolgreich vorgestellten, innovativen Produkten
insbesondere auf die konsequente Wachstumsstrategie des Global
Players zurück: "Wie in den Jahren zuvor haben wir auch 2005 unsere weltweite
Präsenz weiter ausgebaut. Neben unserer weltweiten Vertriebs- und
Serviceorganisation haben wir sukzessive unsere Fertigungskapazitäten in den
Zukunftsmärkten ausgebaut und sind in Osteuropa und Asien bereits sehr gut
aufgestellt." Im asiatischen Raum erzielte die Homag Group AG in den ersten neun
Monaten 2005 auch ihre größten Wachstumsraten und konnte in Osteuropa das hohe
Niveau des Vorjahres annährend halten. Erfreulich entwickelten sich nach
Unternehmensangaben auch das Inland und die westeuropäischen Märkte, während in
Nord- und Südamerika branchenweit ein Rückgang zu verzeichnen war.
In ihren ausländischen Produktionsstätten fertigt die Homag Group AG
Einstiegsprodukte für die lokalen Märkte und kann damit erfolgreich im
Wettbewerb gegen lokale Anbieter bestehen. Bukenberger: "Wir sehen unsere
ausländischen Produktionsstandorte nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung
zu unseren Stammwerken in Deutschland, in denen wir auch weiterhin unsere
komplexen und hochwertigen Maschinen und Anlagen fertigen." Bester Beleg für die
erfolgreiche Wachstumsstrategie des Technologieführers ist das seit 1993
bestehende Werk im chinesischen Shanghai, bei dem Ende Oktober eine weitere
Ausbaustufe fertiggestellt wurde. Auf rund 10.000 qm produzieren hier 200
Mitarbeiter Produkte, die in erster Linie für den asiatischen Markt bestimmt
sind. Auch in Osteuropa erhöht der Weltmarktführer seine Kapazitäten und will
seine polnische Produktionsstätte im kommenden Jahr weiter ausbauen.
Diese seit vielen Jahren konsequent verfolgte Strategie findet auch im
Maschinenbau insgesamt Anerkennung: Auf dem 1. Deutschen Maschinenbaugipfel, der
Mitte Oktober in Berlin stattgefunden hat, wurde die Gesamtstrategie der Homag
Group AG mit dem "Strategiepreis Maschinenbau" für das beste Geschäftsmodell
ausgezeichnet.
Trotz des positiven Geschäftsverlaufs ist der Vorstand mit der
Ertragssituation jedoch nicht zufrieden. "Wir konnten unser operatives Ergebnis
gegenüber dem Vorjahr zwar verbessern, nach wie vor wirken sich allerdings der
intensive internationale Wettbewerb, die sehr hohen Rohstoff- und Energiepreise
sowie der starke Euro negativ auf unsere Margen aus", erläutert Bukenberger. Mit
dem kürzlich bekannt gegebenen Verkauf der IMA Klessmann GmbH zum 31. Oktober
2005 sieht der Vorstand die Homag Group allerdings sehr gut aufgestellt, klar im
Markt positioniert und rechnet mit einer Fortsetzung der positiven
Entwicklung.
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