Wie das Statistische Bundesamt zur Weltmesse für Forst- und Holzwirtschaft LIGNAplus mitteilt, erhöhten sich die Erzeugerpreise für Rohholz aus Staatsforsten im Februar 2005 um 1,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Damit wird erstmals seit September 2003 die Phase rückläufiger Rohholzpreise unterbrochen.
Ob sich jedoch damit der seit dem Jahr 2000 bestehende mittelfristige Trend rückläufiger Rohholzpreise umkehrt, ist ungewiss. Damals kam es durch den Windwurf, den der Orkan Lothar' am 2. Weihnachtstag 1999 in Südwestdeutschland verursachte, zu einem Holzüberangebot. Vor allem die schwache Baukonjunktur und eine stagnierende Möbelindustrie verhinderten bis heute eine merkliche Wiederbelebung der Rohholzpreise.
Die Preise für Stammholz haben sich im Februar 2005 gegenüber dem Vorjahr um 4% erhöht. Besonders groß waren die Preiserhöhungen unter den nach Holzart und -güte unterschiedenen Handelsklassen bei Kiefer C (+ 14,9%) und Eiche B (+ 13,2%). Bei Buche B sind dagegen die Preise im Vergleich zum Februar 2004 relativ stark zurückge-gangen ( 9,7%).
Während die Preise für Stammholz kontinuierlich seit November 2004 angestiegen sind, kam es bei Industrieholz seit Oktober 2004 zu einem starken Preisrückgang mit jeweils zweistelligen Raten. Diese Entwicklung setzte sich auch im Februar 2005 fort: Gegenüber Februar 2004 waren die Preise für Industrieholz um 10,7% niedriger. Dies ist jedoch zum großen Teil auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen, da im entsprechenden Vorjahresjahreszeitraum die Preise für Industrieholz stark gestiegen waren.
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