Die Forstfachmesse Elmia Wood ist – schaut man die Besucher an – eine
der wohl internationalsten Messen im ganzen Norden. Insgesamt kamen 17 500
ausländische Besucher in der ersten Juniwoche nach Jönköping – gut 1000 mehr als
beim letzten Mal. Die Elmia Wood bekräftigte damit ihre Position als führende
Forstfachmesse in der Welt.
Die von Elmia jetzt zusammengestellten Ergebnisse der Besucher-Registrierung
und der Besucherberagungen* bestätigte den spontanen Eindruck der Aussteller auf
der Messe: das Auslands-Interesse hat zugenommen. Durch den von Messe und
Ausstellern gemeinsam gebilligten Beschluss der restriktiven Handhabung von
Freikarten sanken die Besucherzahlen von rund 54 000 bei der Elmia Wood 2001 auf
gut 50 000 in diesem Jahr. Die Verringerung der Besucherzahlen hat Auswirkungen
hauptsächlich auf den Anteil der „sonstigen“ Besucher – nicht auf die aus der
Forstbranche. Die Besucher kamen aus rund 50 verschiedenen Ländern.
Eine Studie zu den Herkunftsländern der Besucher und die Veränderungen gibt
einen guten Überblick darüber, wie der Markt für nordische Forsttechnik heute
aussieht.
„Wir haben steigende Besucherzahlen aus mehreren Märkten. Drei Gebiete lassen
sich hier deutlich feststellen“, erklärt Torbjörn Johnsen, Projektleiter der
Elmia Wood. „Den größten Zuwachs gab es von den nahe gelegenen Märkten Polen,
Lettland, Litauen, Russland, Norwegen und Dänemark. Den stärkten Anstieg gab es
bei den Besucherzahlen aus Polen. Hier kamen dieses Jahr rund 500 Leute aus der
polnischen Forstwirtschaft“.
„Die Länder rund um die Ostsee- mit Russland als viel versprechendem Markt –
sind die aussichtsreichsten Märkte für unsere Aussteller“, erläutert Johnsen.
Insgesamt kamen etwa 2000 Besucher aus Russland, dem Baltikum und Polen zur
Elmia Wood 2005, davon rund 500 aus Russland.
Den größten prozentualen Zuwachs gab es bei den Besuchern aus Südamerika –
und dabei hauptsächlich bei Brasilien und Uruguay. Insgesamt kamen mehr als 400
Südamerikanere. Auch bei den Besuchern aus Spanien und Portugal wurden kräftige
Zuwächse registriert. Aus diesem Teil Europas zählte man dieses Mal gut 400
Fachbesucher im Gegensatz zu den rund 100 vor vier Jahren. Mehr Besucher gab es
auch aus Tschechien, Belgien und Irland.
Einen Rückgang der Besucherzahlen gab es bei den Herkunftsländern USA, Kanada
und Frankreich – ein Trend, der schon seit 1997 zu beobachten ist.
„Die Kurzlängen-Technologie CTL wird jetzt auch von vielen nordamerikanischen
Herstellern und natürlich auch von den nordischen Anbietern auf dem
nordamerikanischen Markt angeboten“, meint Torbjörn Johnsen. Gerade im Osten
Kanadas und im Norden der USA hat sich diese Technologie durchgesetzt, so dass
amerikanische Interessenten nicht mehr ganz bis Schweden reisen müssen, um sich
zu informieren.“
Bei den beiden größten Besucher-Ländern Deutschland und Finnland gab es eine
kleine Verringerung der Besucherzahlen, aber dennoch blieb das Niveau sehr hoch.
„Diese beiden Märkte befinden sich im Umbruch, haben immer weniger Beschäftigte
in der Forstwirtschaft. Gerade Deutschland durchläuft eine Entwicklung, die wir
schon aus der finnischen und schwedischen Forstwirtschaft kennen. Viele
Arbeitskräfte werden einfach durch immer bessere Forsttechnik ersetzt – eine
Entwicklung, die für die Aussteller der Elmia Wood nur positiv ist“, meint
Torbjörn Johnsen abschließend.
*Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut NU-Gruppen hat zahlreiche
Besucher und Aussteller der Elmia Wood 2005 befragt.
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