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Viel mehr Südamerikaner auf der Elmia Wood


24.06.05

Die Forstfachmesse Elmia Wood ist – schaut man die Besucher an – eine der wohl internationalsten Messen im ganzen Norden. Insgesamt kamen 17 500 ausländische Besucher in der ersten Juniwoche nach Jönköping – gut 1000 mehr als beim letzten Mal. Die Elmia Wood bekräftigte damit ihre Position als führende Forstfachmesse in der Welt.

Die von Elmia jetzt zusammengestellten Ergebnisse der Besucher-Registrierung und der Besucherberagungen* bestätigte den spontanen Eindruck der Aussteller auf der Messe: das Auslands-Interesse hat zugenommen. Durch den von Messe und Ausstellern gemeinsam gebilligten Beschluss der restriktiven Handhabung von Freikarten sanken die Besucherzahlen von rund 54 000 bei der Elmia Wood 2001 auf gut 50 000 in diesem Jahr. Die Verringerung der Besucherzahlen hat Auswirkungen hauptsächlich auf den Anteil der „sonstigen“ Besucher – nicht auf die aus der Forstbranche. Die Besucher kamen aus rund 50 verschiedenen Ländern.

Eine Studie zu den Herkunftsländern der Besucher und die Veränderungen gibt einen guten Überblick darüber, wie der Markt für nordische Forsttechnik heute aussieht.

„Wir haben steigende Besucherzahlen aus mehreren Märkten. Drei Gebiete lassen sich hier deutlich feststellen“, erklärt Torbjörn Johnsen, Projektleiter der Elmia Wood. „Den größten Zuwachs gab es von den nahe gelegenen Märkten Polen, Lettland, Litauen, Russland, Norwegen und Dänemark. Den stärkten Anstieg gab es bei den Besucherzahlen aus Polen. Hier kamen dieses Jahr rund 500 Leute aus der polnischen Forstwirtschaft“.

„Die Länder rund um die Ostsee- mit Russland als viel versprechendem Markt – sind die aussichtsreichsten Märkte für unsere Aussteller“, erläutert Johnsen. Insgesamt kamen etwa 2000 Besucher aus Russland, dem Baltikum und Polen zur Elmia Wood 2005, davon rund 500 aus Russland.

Den größten prozentualen Zuwachs gab es bei den Besuchern aus Südamerika – und dabei hauptsächlich bei Brasilien und Uruguay. Insgesamt kamen mehr als 400 Südamerikanere. Auch bei den Besuchern aus Spanien und Portugal wurden kräftige Zuwächse registriert. Aus diesem Teil Europas zählte man dieses Mal gut 400 Fachbesucher im Gegensatz zu den rund 100 vor vier Jahren. Mehr Besucher gab es auch aus Tschechien, Belgien und Irland.

Einen Rückgang der Besucherzahlen gab es bei den Herkunftsländern USA, Kanada und Frankreich – ein Trend, der schon seit 1997 zu beobachten ist.

„Die Kurzlängen-Technologie CTL wird jetzt auch von vielen nordamerikanischen Herstellern und natürlich auch von den nordischen Anbietern auf dem nordamerikanischen Markt angeboten“, meint Torbjörn Johnsen. Gerade im Osten Kanadas und im Norden der USA hat sich diese Technologie durchgesetzt, so dass amerikanische Interessenten nicht mehr ganz bis Schweden reisen müssen, um sich zu informieren.“

Bei den beiden größten Besucher-Ländern Deutschland und Finnland gab es eine kleine Verringerung der Besucherzahlen, aber dennoch blieb das Niveau sehr hoch. „Diese beiden Märkte befinden sich im Umbruch, haben immer weniger Beschäftigte in der Forstwirtschaft. Gerade Deutschland durchläuft eine Entwicklung, die wir schon aus der finnischen und schwedischen Forstwirtschaft kennen. Viele Arbeitskräfte werden einfach durch immer bessere Forsttechnik ersetzt – eine Entwicklung, die für die Aussteller der Elmia Wood nur positiv ist“, meint Torbjörn Johnsen abschließend.

*Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut NU-Gruppen hat zahlreiche Besucher und Aussteller der Elmia Wood 2005 befragt.

 



News-ID: 08X7CPWW63

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