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Sehr erfolgreiche 6. Schweizer Hausbau- und Energie-Messe


27.11.07

Die 6. Schweizer Hausbau- und Energie-Messe ist am 25. November 2007 in Bern mit über 370 Ausstellern und mehr als 20’000 Besucherinnen und Besuchern aus der ganzen Schweiz sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Ein erneutes Wachstum von 15 Prozent wurde erzielt. Die zahlreich erschienen Fachleute profitierten von der hochwertigen Wissensplattform und den konzentrierten Geschäftskontakten. Bauherrschaften konnten sich umfassend über zukunftsweisende Neubauten und Sanierungen mit hoher Energieeffizienz, modernem Holzbau, Minergie und Erneuerbare Energien informieren. Die über 60 Events und Seminare stellen ein einmaliges  Weiterbildungseldorado dar, das von rund 3000 Personen genutzt wurde. Der Verband der Schweizerischen Gasindustrie verteilte seinen Innovationspreis und Frau Regierungsrätin Egger übereichte den Minergiepreis für Berner Gemeinden.
Die Schweizer Hausbau- und Energie-Messe wird vom 6. bis 9. November 2008 als führende Fach- und Publikumsmesse für energieeffizientes Bauen und Sanieren wiederum als national und international anerkannte Veranstaltung in Bern stattfinden.
 

Neue Rahmenbedingungen geben der Hausbau- und Energie-Messe weiteren Schub
Die Verdreifachung des Ölpreises in wenigen Jahren, aktuelle Diskussionen um eine Klimaänderung und neue gesetzliche Anforderungen im Baubereich führen dazu, dass dem energieeffizienten Bauen und Sanieren mit erneuerbaren Energien eine noch grössere Bedeutung zukommt. Fachleute (Architekten, Planer, Installateure) aus dem Bau- und Energiebereich nutzen denn auch die Möglichkeit, sich mit neustem Fachwissen einzudecken und in kurzer Zeit zahlreiche Geschäftskontakte zu pflegen und vor allem auch neu aufzubauen. Die privaten Besucherinnen und Besucher profitieren von den perfekten Beratungen zum Hausbau, Holzhausbau, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die meisten Aussteller stockten ihr Standpersonal wiederum deutlich auf und gleichwohl waren sie ganztags intensiv beschäftigt. Viele Aussteller haben sensationell hohe Kundekontakte zu Fachleuten und Bauherrschaften erzielt. Nach vier Tagen harter Arbeit sind gemäss Auskünften der Aussteller einmalig hohe Kontakte und volle Auftragsbücher verzeichnet worden. Rundum zufriedene Gesichter konnten festgestellt werden. Eine aufgestellte Atmosphäre prägte das animierte Messegeschehen. Die Haubau- und Energie-Messe ist zur zentralen Veranstaltung für das Bauen, Minergie, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien mit Sonne, Erdwärme, Holz, aber auch der Haustechnik mit Heizen, Lüften und Kühlen geworden.  

Nachhaltige Visionen für die Energiezukunft
Am 22. November 2007 wurde die Messe mit der Unterstützung von Dr. Bertrand Piccard eröffnet. Er wies am parallel durchgeführten Herbstseminar darauf hin, dass es beim Ballonfahren schnell in die falsche Richtung gehen könne. Es brauche daher professionelle Meteorologen mit langfristigen Visionen. Nur so erhält der Pilot die nötigen Hinweise, um sicher ans Ziel zu kommen. Dies gelte aber auch im Energiebereich. Deshalb wolle er mit dem SolarImpulse-Projekt zeigen, dass mit Sonnenenergie Grenzen überschritten werden können und auch nachts die Reise weiter geht. 2008 soll bereits ein Prototyp fliegen und den Nachtflug mit gespeicherter Sonnenenergie testen.

Michael Kaufmann, Programmleiter von EnergieSchweiz, wies darauf hin, dass die Entscheide für eine nachhaltige Energiezukunft gefällt seien und dass jetzt auch die Wirtschaft in Bewegung geraten sei. Mit 18 Massnahmen des vorgeschlagenen Aktionsplans für Gebäude und Mobilität eröffneten sich neue Chancen, die es zu ergreifen gelte.

Effizienz fördert neue Produkte
Diese Wirtschaftsbewegung konnte auch in den Hallen der Hausbau- und Energie-Messe festgestellt werden. Firmen bestätigten eine hohe Nachfrage und ein starkes Interesse der Besucherinnen und Besucher, die wissen wollten, was heute auf dem Markt an effizienten Optionen erhältlich ist, und was für ihre Neubau- und Erneuerungsaktivitäten eingesetzt werden kann.

Aus zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten konnten inzwischen innovative Produkte entwickelt werden. Beispielsweise der Feinstaub-Partikelabscheider, der im Abgasrohr einer Holzfeuerung installiert wird. Er eignet sich für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 35 kW und Abgastemperaturen bis 400 °C. Im Weiteren wurde ein modulares Komfortlüftungs-System gezeigt, bei welchem die zurückgewonnene Wärme zur Aufheizung des Brauchwarmwassers genutzt wird.

Vieles hat sich getan bei der Gebäudehüllen-Isolation. Unterschiedliche Materialien und Einsatzmöglichkeiten zusammen mit Massiv- und Holzbauweise wurden demonstriert. Auch die Hochleistungs-Wärmedämmung, zu der auch Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) zählen, konnte ihre spezifischen Anwendungen vorstellen. Auf dem Freigelände illustrierte der energie-cluster.ch diese Thematik mit einer Sonderschau, einem Infostand in Kombination mit dem von der Renggli AG in Sursee realisierten Holzhaus-Pilotprojekt, das mit den in Fertigelementen integrierten Vakuumisolationsplatten ausgestattet ist.

Umfassendes Programm an Fachveranstaltungen
Die Hausbau- und Energie-Messe bot neben der Ausstellung eine Fülle an Weiterbildungsangeboten. Über 60 Fach- und Firmenveranstaltungen ermöglichten während den vier Messetagen, sich eingehend mit speziellen Themen zu befassen und dabei Experten befragen zu können. Dies sowohl in technischer als auch ökonomischer Hinsicht, um eine Gebäudeerneuerung oder einen Neubau nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich gestalten zu können.

Im Hinblick auf zunehmende klimatische Extremsituationen wird sowohl der Kälte- als auch der Hitzschutz immer bedeutsamer. Gebäude, die mit einem Bruchteil an Energieeinsatz auskommen, werden in Zukunft deshalb noch wertvoller. Die vorgestellten Produkte, aber auch die Präsentation am Herbstseminar machten klar: Die Realisierung eines Null-Energie-Hauses ist bereits heute Tatsache geworden. Helmut Krapmeier aus Österreich und Martin Hoffmann von Allreal Gerneralunternehmung AG in Zürich haben gebaute Objekte vorgestellt. Helmut Krapmeier fasste es so zusammen: „Weshalb wollen wir weiterhin in einem suboptimalen Haus leben – wenn es schon heute besser sein könnte?“

Konkrete Massnahmen vor Ort zeigen Erfolge
Einen besonderen Höhepunkte waren zwei Preisverleihungen, die während der Messe stattfanden. Zum einen der Innovationspreis Erdgas 07, zum andern der MINERGIE-Preis für Berner Gemeinden. Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin des Kantons Bern, hat am 23. November 2007 bestätigt, dass sich das Klima verändere. Aber nicht nur das atmosphärische Klima, sondern das Klima unter den energiepolitischen Akteuren. Letzteres im positiven Sinne.

Das Fernziel der Berner Energiestrategie ist die 2000-Watt-Gesellschaft. Der Regierungsrat hat zunächst einen realistischen Meilenstein gesetzt: Auf dem Weg dorthin soll bis ins Jahr 2035 die 4000-Watt-Gesellschaft erreicht werden. Die grosse Zahl an Messebesucherinnen und Besuchern stimmt zuversichtlich, dass die Bevölkerung diese Zielsetzung mitträgt und im Gebäudebereich Veränderungen anstrebt.



News-ID: 08N3UDQQ8F

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