Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Konsultationen zwischen dem
Holzmarktausschuss des Deutschen Forstwirtschaftsrates und dem Verband der
Deutschen Säge- und Holzindustrie, an der erstmalig auch das European Hardwood
Export Council teilnahm, kamen alle Seiten überein, gemeinsam die
Voraussetzungen zu verbessern, damit Forstwirtschaft und Laubholzsägeindustrie
künftig die heimischen Buchenstammholzvorräte stärker in Deutschland vermarkten,
bzw. nutzen und die Wertschöpfung in den vorhandenen heimischen
Verarbeitungskapazitäten behalten können. Mit Blick auf die großen
Nutzungspotenziale insbesondere bei der Buche ist es erforderlich, ausreichende
Absatzmöglichkeiten und eine entsprechende Nachfrage im Binnenmarkt zu
schaffen.
Alle Seiten stimmen vor diesem Hintergrund überein,
1. dass die Laubschnittholzexporte künftig eine noch größere Bedeutung
erhalten werden. Die EHEC-Initiative zur Erschließung von Überseemärkten ist zu
begrüßen. Sie ist Erfolg versprechend, weil die einheitliche Sortierung nach dem
EHEC-Konzept Chancen für eine bessere weltweite Vermarktung bietet.
Von Seiten mehrerer Landesforstverwaltungen wird erklärt, dass man prüfen
werde, inwieweit eine Unterstützung von EHEC erfolgen kann.
2. dass Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, die eine
wettbewerbsneutrale Rundholzsortierung ermöglichen. Die bestehenden Regelwerke
(HKS, europäische Rundholznormen, Rotkernregelung usw.) sind deshalb
entsprechend den Anforderungen des Marktes weiter zu entwickeln. Hierzu wird
zeitnah ein gemeinsamer Vorschlag erarbeitet.
3. dass der Export von Laubstammholz in außereuropäische Märkte den
Absatz von Schnittholz auf diesen Auslandsmärkten beeinträchtigt und die
Branchenprobleme verstärkt. Es soll deshalb gemeinsam auf geeignete politische
Rahmenbedingungen hingewirkt werden, die einen außereuropäischen
Laubstammholzexport überflüssig machen und die Wertschöpfung in Deutschland
erhalten.
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