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Marktanteil von Fertighäusern steigt


10.08.05

Der Marktanteil der Fertigbauweise steigt und kann sich gegenüber seiner konventionellen Konkurrenz gut behaupten: Aktuell werden in Deutschland bereits 13,4 % aller Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise errichtet im vergangenen Jahr waren es noch 13,0 %.

Damit konnten sich die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) von der deutlich schlechteren Entwicklung der Bauindustrie insgesamt abkoppeln. Diese positive Branchenlage spiegelt auch eine aktuelle Umfrage unter den 40 mittelständischen Mitgliedsunternehmen des BDF wider:

Fast jeder dritte Betrieb (31,3 %) stuft seine aktuelle Geschäftslage derzeit als gut ein, weitere 50 % bewerten die Lage als befriedigend. Weniger als 20 % (18,8) melden eine schlechte Geschäftslage. Auch in den kommenden sechs Monaten rechnet keines der befragten Unternehmen mit einer Verschlechterung, fast ein Viertel (21,9 %) jedoch mit einer Verbesserung, und die deutliche Mehrheit von über 75 % (78,1 %) mit einer wenigstens gleich bleibenden Entwicklung.

Grund für diese insgesamt positive Einschätzung ist ein nach wie vor gutes Auftragspols-ter. Die Werke der BDF-Mitgliedsunternehmen sind derzeit für die nächsten 26 Wochen ausgelastet und haben damit die Produktion für das gesamte Jahr 2005 bereits gesichert. Der Auftragseingang von Januar bis Mai 2005 liegt bei den Unter-nehmen im Durchschnitt um 13,3 % über dem Vorjahreswert.

Der BDF erwartet für das Jahr 2005 einen Gesamtumsatz seiner Unternehmen von 1,42 Mrd. €. Das liegt etwa bei dem Volumen des Jahres 2003 (1,46 Mrd. €). Im Jahr 2004 mit einem Umsatz von 1,52 Mrd. € (+ 4,1 %) muss eine entscheidende Sonderkonjunktur berücksichtigt werden: Durch die Halbierung der Eigenheimzulage für Neubauten ab dem Jahr 2004 ist es Ende 2003 zu einem erheblichen Vorzieheffekt bei den Bauanträgen ge-kommen. Das ist auch der Grund, warum 2004 insgesamt rund 10.600 Fertighäuser gebaut worden sind (2003: 10.000) und diese Zahl im Jahr 2005 voraussichtlich rund 9.900 Einheiten erreichen wird. Rechnet man den Vorzieheffekt aus Umsatzentwicklung und Häuserzahlen heraus, hat die Branche die aus dem Sondereffekt 2004 folgende, kurzfristige Konjunkturdelle sogar besser verkraftet, als zu erwarten war. Tatsächlich liegt die Fertighausindustrie stabil auf dem Niveau des Jahres 2003 und hat sich damit in einem äußerst schwierigen Bauumfeld gut behaupten können. Die Zeichen für die Zukunft sind durchaus positiv.

Welche Art Häuser werden gebaut: Nach wie vor ist das typische Holzfertighaus ein Ein- oder Zweifamilienhaus. 7,9 % der Bauten sind so genannte Objekt- und Wirtschaftsbau-ten – also beispielsweise Verwaltungs- oder Bürogebäude und Kindergärten. Wirklich „typische“ Häuser – das zeigt die diesjährige Umfrage – gibt es jedoch nur noch vergleichsweise selten. Zwei Drittel (66,7 %) aller gebauten Fertighäuser werden heute individuell für die Baufamilie geplant. Rechnet man die stärker typisierten Ausbauhäuser heraus, sind es sogar ca. 80 % der schlüsselfertigen Häuser. Das Architektenhaus mit persönlicher Gestaltung und individueller Raumaufteilung ist mittlerweile Standard geworden und löst das Typenhaus der Vergangenheit immer mehr ab. Industrielle Vorfertigung und architektonische Einzigartigkeit sind also keinesfalls Widersprüche, sondern werden im modernen Eigenheimbau zunehmend vereint.

Und noch ein Trend: Der Anteil der Ausbauhäuser ist nahezu konstant und liegt nach wie vor bei rund einem Drittel (31,8 % - Vorjahr 32,6 %). Damit begegnen die Fertighausunternehmen den Wünschen der Kunden, in ihrem Haus selbst Hand anzulegen. Die Liste der Eigenleistung reicht dabei vom Tapezieren, Bodenlegen bis zum kompletten Innenausbau – ganz wie es das eigene Geschick und der Geldbeutel ermöglichen.



News-ID: 08Z2LM4F72

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