Vorwürfe gegen erste Produkte mit dem Umweltzeichen sind
haltlos
In verschiedenen Fachzeitschriften haben Vertreter der
Klebstoffindustrie den Blauen Engel für Bodenklebstoffe angegriffen. Ihr
Vorwurf: Die drei, mit dem Umweltzeichen versehenen Bodenbelagsklebstoffe der
Firma Wulff dürften wegen Verunreinigungen mit Alkylphenolethoxylaten (APEO) –
hier als Inhaltsstoff eines Entschäumers verwendet – den Blauen Engel eigentlich
garnicht tragen. Das Umweltbundesamt (UBA) stellt dazu klar: Dieser Vorwurf
entbehrt jeder Grundlage.
Er zeugt von Unkenntnis der Vergabekriterien für das Umweltzeichen. Richtig
ist: Die Vergabekriterien für den Blauen Engel begrenzen APEO in mengenmäßig
relevanten Bestandteilen, wie Bindemittel und Harze. Klebstoffexperten wissen:
Bedenklich wären Mengen, die etwa um ein 100faches höher lägen als die
gemessenen Werte. Die bisher ausgezeichneten drei Bodenbelagsklebstoffe halten
die Vergabekriterien für das Umweltzeichen ein. Die in den Produkten
vorgefundenen Anteile an APEO sind sehr gering und damit unbedenklich. Gerd
Billen, Vorsitzender der Jury Umweltzeichen, betont: „Auf den Blauen Engel ist
Verlass. Die Vorwürfe haben sich nach gründlicher Überprüfung durch das Deutsche
Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. und das Umweltbundesamt als
haltlos erwiesen.“
Der Blaue Engel ist nicht nur das bekannteste Umweltzeichen in Deutschland.
Er ist inzwischen auch ein anerkanntes Label für Gesundes Wohnen. Die Zahl der
mit dem Umweltzeichen ausgezeichneten Produktgruppen aus den Bereichen
Bauprodukte, Renovierungsmaterialien und Einrichtungsgegenstände nimmt zu.
Wandfarben, Wohnmöbel, Parkett, Laminat, Linoleum, Lacke und Lasuren,
Polstermöbel, Leimholz, Spanplatten und andere gehören zu diesen Produkten. Bei
allen spielen gesundheitliche Anforderungen und Umweltschutzaspekte eine
besondere Rolle.
Bodenbelagsklebstoffe sind eine der jüngeren Produktgruppen, für die es den
Blauen Engel gibt. Die Produkte der Firma Wulff erfüllen die anspruchsvollen
Anforderungen des Blauen Engel. Von anderen Herstellern liegen derzeit keine
Anträge für das Umweltzeichen vor.
Für weitere Produkte im Wohnraum werden gegenwärtig Vergabegrundlagen
vorbereitet. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten so auch zukünftig die
Möglichkeit, beim Renovieren und Einrichten eine gesündere Wohnumwelt zu
schaffen. Für alle diese Umweltzeichen gilt: Sie erfüllen strenge Anforderungen
an die Inhaltsstoffe, wie flüchtige und schwerflüchtige organische Verbindungen,
Konservierungsmittel sowie an nicht identifizierbare und geruchsbildende Stoffe.
Wichtig ist dabei: Die Freisetzung der Schadstoffe wird messtechnisch
überprüft.
Die Jury Umweltzeichen, in der alle gesellschaftlich relevanten Gruppen
vertreten sind, garantiert die Unabhängigkeit des Blauen Engel und dessen
Zuverlässigkeit. Das gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Sicherheit.
Informationen zum Blauen Engel finden Sie im Internet unter der Adresse: http://www.blauer-engel.de.
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