Die internationale EGGER Gruppe mit Sitz in St. Johann in Tirol hat jetzt mit dem Bau ihres neuen Werkes in Rumänien begonnen. Das Werk wird in Radauti (Provinz Suceava) errichtet. Der Spatenstich durch Michael Egger fand am 16. Oktober 2006 im Beisein von Vize-Premierminister Bogdan Pascu, dem Präfekten der Provinz Suceava, Orest Onofrei, den Bürgermeistern von Radauti und Satu Mare sowie weiteren Honoratioren aus der im Norden Rumäniens liegenden Region statt.
Das neue Werk von EGGER bedeutet für die Wirtschaft der Region einen wichtigen Impuls, eröffnet aber auch der Holzindustrie Rumäniens neue Chancen. Michael Egger, CEO der EGGER Gruppe, unterstrich bei der Spatenstichfeier, dass der rumänische Markt für sein Unternehmen große Bedeutung habe. „Durch die eigene Fertigung vor Ort werden wir unsere Präsenz am rumänischen Markt weiter stärken“, so Michael Egger. Nach monatelangen Vorbereitungen ist es nun endlich so weit, dass der Bau beginnen kann. Der Spatenstich ist der Beginn eines Wachstumsprojektes sowohl für EGGER selbst als auch für die traditionell auf dem Holzreichtum des Landes aufbauende Industrie Radautis. Unterstützt wird das Vorhaben durch die EBRD (European Bank for Reconstruction and Development).
Investitionsvolumen 210 Millionen €
EGGER investiert in Radauti zunächst 210 Millionen € und plant danach zwei weitere Ausbauschritte. Modernste Anlagen werden installiert, die sowohl produktionstechnisch als auch ökologisch auf dem neuesten Stand sind. Das gesamte Areal des Werkes umfasst 80 Hektar. In der jetzt angelaufenen ersten Phase werden Fertigungslinien für rohe und beschichtete Spanplatten gebaut und die dafür notwendigen Imprägnierkapazitäten geschaffen. Die Anlagen sind auf die Herstellung von 600.000 Kubikmeter Rohspanplatten ausgelegt, vier Fünftel davon sollen Melaminharz beschichtet werden. In der zweiten Stufe kommen Produktionslinien für MDF und HDF sowie eine Produktionslinie für Laminatfußböden dazu. Die dritte Ausbaustufe sieht unter anderem den Bau einer OSB-Produktionsanlage sowie einer Leimfabrik vor. Bis zu 700 Mitarbeitern werden in Radauti einen langfristig sicheren Arbeitsplatz bekommen. Die indirekten Beschäftigungseffekte in der Forstwirtschaft, bei Frächtern und Dienstleistern werden erheblich sein.
Rumänien ist für EGGER auch wegen seiner insgesamt sehr positiven Wirtschaftsentwicklung interessant. Hohe Exportraten und eine niedrige Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen europäischen Ländern machen das künftige EU-Mitglied zu einem Wachstumsmarkt. EGGER schätzt Rumänien als aufnahmefähigen Vertriebsmarkt ein, auch für qualitativ hochwertige Möbel. In Bukarest ist EGGER bereits mit einem Verkaufsbüro vertreten, das die Marktpräsenz auf dem rumänischen Markt sicherstellt. In der Produktion wird das Unternehmen sehr eng mit den örtlichen Holzlieferanten zusammenarbeiten und die traditionell starke Holzwirtschaft mit internationaler Erfahrung und Expertise bereichern. Von Radauti aus wird über die relativ guten Eisenbahn- und Straßenverbindungen sowie über die Schwarzmeerhäfen auch der Export in die benachbarten Regionen forciert.
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