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Holzriese entsteht in Rekordzeit


03.06.08

Ein aktuelles Bauprojekt stellt die kurzen Bauzeiten der Holzbauweise beispielhaft in den Vordergrund: Nur rund zehn Monate dauerte es ab dem ersten Spatenstich, bis das siebengeschossige Mehrfamilienhaus in Holzbauweise an der Esmarchstraße 3 (e3) am Prenzlauer Berg fertig war. Erst im vergangenen August war die Baustelle eingerichtet worden. Jetzt schon ziehen die sechs Familien und das planende Architekturbüro Kaden + Klingbeil, die gemeinsam die Baugruppe bilden, in den modernen Holzbau ein. Dabei hatte die Planungs- und Genehmigungsphase wesentlich länger gedauert als die Bauphase selbst. Ein Vorteil der Holzbauweise gegenüber dem konventionellen Massivbau.

Schnelle Bauweise – bestens für die Innenstadt
Der Siebengeschosser e3 stellt die konstruktiven Vorzüge des nachwachsenden Baustoffs Holz eindrucksvoll unter Beweis. In nur wenigen Wochen war bereits der gesamte Rohbau errichtet, nur durchschnittlich fünf Tage waren pro Stockwerk nötig. Denn die Holzbauteile werden zu einem hohen Grad industriell vorgefertigt und müssen dann vor Ort nur noch montiert werden. Die Baugruppe war damit nicht nur weitgehend wetter-unabhängig. Die Bauzeit konnte auf diese Weise auch besonders effizient genutzt werden. Rohbautrocknungszeiten entfallen, da bei der weitgehend trockenen Bauweise kaum Feuchtigkeit aus den Bauelementen austrocknen muss. Insbesondere für das innerstädtische Bauen ist die Zeit sparende Holzbauweise bestens geeignet, um langfristige Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.

Wohnraumgestaltung nach Maß
Bauen mit Holz erlaubt den Architekten und Bauherren eine große gestalterische und planerische Flexibilität. Dieser Vorzug wurde auch beim Berliner Holz-Siebengeschosser gewinnbringend für alle Bewohner genutzt: Jede Etage, die jeweils eine Wohneinheit beherbergt, wurde in ihrem Grundriss nach den Wünschen der Eigentümer individuell gestaltet. Möglich machen das die frei tragenden Decken, die keine zusätzlichen tragenden Innenwände benötigen. Sie wurden in sogenannter Holz-Beton-Verbundbauweise errichtet. Die Innenwände konnten individuell eingezogen und dem jeweiligen Raumbedarf angepasst werden. Keine Etage gleicht im e3 also der anderen, ein persönliches Wohnumfeld fernab der Gleichförmigkeit ist garantiert.

Das frei stehende Treppenhaus – aus Brandschutzgründen in Stahlbetonbauweise errichtet – ermöglicht den Zugang zu den Wohngeschossen über kleine Brücken. Es verleiht dem Holzhochhaus zudem besonderes Flair, denn der in eine Häuserzeile integrierte Baukörper gewinnt so eine dritte Fassade zusätzlich zur Straßen- und Hofseite. Das sorgt für mehr Tageslicht in den Räumen.

Dichte Gebäudehülle macht sich bezahlt
Holzbauelemente zeichnen sich durch ihre hervorragenden Dämmeigenschaften aus und verhindern problematische Wärmebrücken. Auch die dichte Gebäudehülle des Siebengeschossers lässt kaum Wärmeverluste zu – eine Lüftungsanlage sorgt für eine staub- und lärmfreie Be- und Entlüftung in der Großstadt.  Für die Bewohner macht sich das durch geringe Heiz- und Betriebskosten bezahlt. Zudem wirkt die diffusionsoffene Konstruktion, bei der Feuchtigkeit aus der Raumluft aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben wird, ausgleichend auf das Raumklima und schafft eine angenehme Wohnatmosphäre.

Für die Baugruppe e3 wird mit dem Einzug ein Traum Realität: nachhaltiges Bauen und familienfreundliches und gesundes Wohnen – mitten in Berlin.



News-ID: 08NEG8X48D

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