Die Spitzenverbände der Deutschen Holz- und
Möbelindustrie haben Helmut Lübke erneut zu ihrem Präsidenten gewählt. Die
Jahresversammlung der Verbände in Köln wählte Lübke am heutigen 12. Juni 2006
einstimmig wieder. Lübke führt den Hauptverband der Holz und Kunststoffe
verarbeitenden Industrie (HDH) und den Verband der Deutschen Möbelindustrie
(VDM) seit 1997 in Personalunion, die Amtszeit beträgt drei Jahre.
Lübke (70) ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma interlübke und
Gesellschafter des Unternehmens COR-Sitzmöbel. Seit 1989 ist er Vorsitzender des
Fachbeirats der imm cologne, der weltweit größten Möbelmesse, die jährlich in
Köln stattfindet. Er ist zudem Mitglied im Präsidium der Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Präsident des Rates für Formgebung, der
höchsten Designinstitution in Deutschland.
Derzeit arbeiten in der Holz- und Möbelindustrie rund 200.000 Menschen in
rund 2.700 Betrieben. Der Umsatz der Branche im Jahre 2005 betrug 34,3 Mrd.
Euro. Die Möbelindustrie als größter Zweig der holzverarbeitenden Industrie in
Deutschland beschäftigt derzeit 105.000 Mitarbeiter in 1.125 Betrieben. Der
Jahresumsatz der Möbelindustrie lag 2005 bei 17,2 Mrd. Euro und stieg im letzten
Jahr erstmals seit 5 Jahren wieder an und zwar um 1,9 Prozent. Maßgeblich für
den Umsatzanstieg war eine positive Entwicklung des Möbelexports, der im
vergangenen Jahr um 5,9 Prozent zulegen konnte. Im 1. Quartal 2006 entwickelte
sich das Auslandsgeschäft mit einem Anstieg von 15,4 Prozent ebenfalls äußerst
erfreulich. Auch wenn Inlandszahlen aufgrund des Streiks des öffentlichen
Dienstes derzeit noch nicht vorliegen, ist mit einem Wachstum der Möbelindustrie
in diesem Jahr von insgesamt wiederum 2 Prozent zu rechnen.
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