Bundesweit extrem unterschiedliche Rundholzpreise, Schnittholzpreise bei schlechten Qualitäten unter Druck, stabile bis leicht ansteigende Industrierestholzpreise – das sind die Rahmenbedingungen, mit denen sich die Mitglieder des VDS-Forums, einem Zusammenschluss mittlerer und größerer Nadelholzsäger beim VDS, konfrontiert sehen. „Die Produktion wird sinken, voraussichtlich sogar auf Vorjahresniveau, und das trotz gewaltiger Überkapazitäten“, ist daher auch das Resümee des Marktgesprächs des VDS-Forums vom 15. Oktober 2007 in Würzburg.
Bei den Sägenebenprodukten wie Hackschnitzeln, Sägemehl, Hobelspänen und Rinde erwartet die Branche bereits zur Jahreswende deutlich steigende Preise. „Um die ersehnte Entlastung auf dem Schnittholzabsatzmarkt zu bekommen, müssen wir die Produktion zurückfahren“ fasst der Vorsitzende des VDS, Hans-Günter Sturm, die Stimmungslage zusammen. „Die zur Zeit sich noch weitende Schere zwischen steigenden Rundholzpreisen und den Schnittholzpreisen wird sich in absehbarer Zukunft natürlich wieder schließen. Bei besseren Schnittholzqualitäten werden wir bereits in naher Zukunft wieder steigende Preise sehen. Für einige Betriebe könnte es dann allerdings schon zu spät sein“, so der Vorsitzende. Man müsse endlich wieder zu einem vernünftigen Miteinander kommen, ergänzte Sturm im Hinblick auf das angespannte Verhältnis zu Teilen aus der Forstwirtschaft.
In diese Richtung zielt auch das eindeutige Votum des Forums, die gemeinsam zwischen dem VDS und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) erarbeitete Rahmenvereinbarung für die Werksvermessung zu kippen, wenn nicht endlich Gleichbehandlung gewährleistet werde. Das gelte zum einen im Vergleich zu den österreichischen Wettbewerbern, die aufgrund der Vermessung nach Ö-Norm im Vorteil seien, zum anderen aber auch in Bezug auf die Wettbewerbsneutralität zwischen Sägewerken, die nach den herkömmlichen Waldmaßen einkaufen und denjenigen, die die Werksvermessung nutzen.
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