Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden
Gespräche zwischen Vertretern des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des
Verbandes der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) wurden Erfahrungen
aus der abgelaufenen Laubholzsaison ausgetauscht und aktuelle Entwicklungen an
den nationalen und internationalen Schnittholzmärkten analysiert.
Im Mittelpunkt stand die Sicherung der Stammholzversorgung. Von Dr. Polley,
Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, wurden die Ergebnisse der
Bun-deswaldinventur und der Holzaufkommensprognose für Laubstammholz
vorgestellt. Bei der Diskussion wurde der Umfang der tatsächlichen Steigerung
der Mobilisierung von Buchenstammholz unterschiedlich bewertet. Zu den von der
Sägeindustrie aufgrund der Laubstammholzexporte geäußerten Befürchtungen im
Hinblick auf eine ausreichende, langfristige Rohstoffversorgung erklärte die
Forstseite übereinstimmend ihr Interesse, die heimische Sägeindustrie zu
erhalten und sicher zu beliefern. In den vergangenen Jahren habe es aber an
einer ausreichenden Nachfrage insbesondere nach Buchstammholz gefehlt. Die
Forstwirtschaft äußerte, dass eine frühzeitige Voranmeldung des Bedarfs und
verbindliche Absprachen bereits jetzt in den Sommermonaten wesentlich dazu
beitragen, dass die Vorsorgung der heimischen Sägewerke in der Einschlagsplanung
der Forstbetriebe mit dem gewünschten Vorrang erfolgen kann. Dies gilt
insbesondere für die knapp verfügbare Eiche aber auch für die Buche. Die
Forstwirtschaft wolle so dazu beitragen, dass der Rohstoff vorrangig heimischen
Betrieben angeboten wird und die Wertschöpfung auch bei gefragten
Buchensortimenten, wie C / CGW auf dem Inlandsmarkt verbleibt. Auf diese Weise
könnte auch der Konflikt begrenzt werden, der aus der zunehmenden Konkurrenz um
bestimmte Sortimente aufgrund der stark gestiegenen Brennholznachfrage
entstanden ist.
Bei Buchenstammholz ist nach Mitteilung aller Vertreter der Forstwirtschaft
aufgrund der vorliegenden Prüfergebnisse der Forsteinrichtungen der Länder eine
deutliche Einschlagserhöhung möglich und erwünscht. Vertreter der Sägeindustrie
berichteten über die Bemühungen im Rahmen der EHEC, die Buche als hochwertige
Marke weltweit zu positionieren und baten die Forstwirtschaft dies zu
unterstützen.
Von forstwirtschaftlicher Seite wurde die Sägeindustrie aufgefordert, neue
Wege bei der Stammholzabnahme von Massensortimenten zu beschreiten. Bei Verzicht
auf die Stammholzvorzeigung könnten für beide Marktpartner deutliche
Effizienzgewinne erzielt werden. Einer versuchsweisen Erprobung dieses
Verfahrens werden sich Be-triebe der Sägeindustrie
anschließen.
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