Vorbeugender chemischer Holzschutz sollte jetzt der
Europäischen Norm EN 460 entsprechen. Und auch die bisherige Holzartenliste
selbst wurde geändert. Diese Neuerungen sind die wichtigsten Änderungen im neuen
Merkblatt zu "Holzarten für den Fensterbau - Eigenschaften, Holzartentabelle"
HO.06, mit dem der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. seinen
Service aktualisiert.
Die Neuauflage des Merkblatts ersetzt die alte Ausgabe vom Februar 2003.
Es wird empfohlen die Notwendigkeit eines Holzschutzes anhand der
vorgesehenen Gefährdungsklasse der EN 460 (Fenster: GK 3), der biologischen
Dauerhaftigkeit der Holzart, aber auch der Durchlässigkeit des Holzes zu
beurteilen. Da die VOB-Tischlerarbeiten noch auf die DIN 68800 Bezug nimmt, muss
die Anwendung der EN 460 gesondert mit dem Auftraggeber vereinbart werden.
Weitere wesentliche Veränderungen betreffen die Holzartenliste selbst. So
wurden die Holzart Europäische Douglasie (Pseudotsuga menziesii) aufgrund bisher
mangelnder Erfahrung vorläufig wieder aus der Holzartenliste gestrichen.
Ebenfalls gestrichen wurden die Holzarten Radiatakiefer (Pinus radiata) aus dem
Baskenland und Pitch Pine (Pinus caribea, Pinus oocarpa). Neu aufgenommen wurde
die Holzart Heavy White Seraya/Gerutu (Parashorea aptera, P. lucida, P.
parvifolia) aus Südostasien als möglicher Meranti-Ersatz.
Die Holzartenliste soll demnächst um entsprechende Ergänzungen zu Holzarten
für Holz-Metall-Fenster- und Fassadenkonstruktionen, „kombinierten“
Holzkanteln aus Fensterbauhölzern und dekorativen Innenausbau-Hölzern sowie
modifizierten Hölzern erweitert werden.
Weitere Infos unter: www.window.de
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