Das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD)
veranstaltete den ersten Workshop „Alternative Methoden der Formaldehydmessung
für die Produktüberwachung“ am 16./17. Juni 2005 in Dresden. Die Fragestellung
„Formaldehyd – ein gelöstes Problem?“ beschäftigt die Industrie seit
Jahrzehnten. Das IHD berichtete vor allem über Entwicklungen und neue Verfahren
zur schnellen und direkten Formaldehydmessung im Produktionsprozess der
Holzwerkstoff- und Folienindustrie.
Die Einstufung des Formaldehyds durch die IARC in die Kategorie
„krebserzeugend beim Menschen“ sowie neue Entwicklungen auf dem Gebiet der
Formaldehydmessung waren Anlass, dass sich am 16. und 17. Juni 2005 65
Teilnehmer aus der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie im IHD zu einem Workshop
zusammenfanden.
Herr Dr. Jann von der BAM gab zunächst einen Überblick über die restriktiven
Verordnungen und Richtlinien für Formaldehyd sowie über wichtige
Prüfverfahren.
In weiteren Vorträgen sprachen Vertreter verschiedener Branchen, wie z. B.
Frau Stiehl von der Kronochem GmbH, Herr Dr. Schöps von der BASF Coatings AG
sowie Herr Dr. Görmar von der Decor Druck Leipzig GmbH über die
Qualitätssicherung in den von ihnen vertretenen Branchen. Alle Redner
unterstrichen die Notwendigkeit einer schnellen Analysenmethode, die eine
direkte Bestimmung des Formaldehyds während des Herstellungsprozesses an der
Anlage und am Produktgestattet. Ein entsprechendes Betriebsmessverfahren wurde
vom ihd entwickelt und vorgestellt.
Herr Dr. Heckemann von MLE präsentierte ein Analysengerät, das die
Online-Bestimmung des Formaldehyds bereits in der Gasphase ermöglicht. In der
anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass das Thema Formaldehyd nach wie
vor ein branchenübergreifendes Problem darstellt, dem sich die gesamte
Holzwerkstoff- und Möbelindustrie stellen muss.
Der Workshop bot eine hervorragende Möglichkeit für einen angeregten
Austausch, der am Abend in harmonischer Atmosphäre vor der frühsommerlichen
Dresdner Silhouette weitergeführt wurde.
Ein Tagungsband sowie eine CD-ROM können beim IHD (Frau Kühne: kuehne@ihd-dresden) bezogen
werden.
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