Die HOMAG Group AG plant noch für das Jahr 2007 eine Notierung im Amtlichen Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Dies gab der nach eigener Einschätzung weltweit führende Anbieter von Maschinen, Zellen, Fabrikanlagen und Dienstleistungen für plattenverarbeitende Möbel- und Bauelementehersteller sowie den Fertighausbau auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Stuttgart bekannt. Das Unternehmen wird bei den Vorbereitungen des Börsengangs von Dresdner Kleinwort und JPMorgan als Joint Lead Managers und Joint Bookrunners begleitet.
Deutliches Wachstum in 2006
Im Geschäftsjahr 2006 konnte die HOMAG Group AG ihren Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 736,5 Mio. Euro (Vj.: 613,5 Mio. Euro jeweils ohne IMA) steigern. Der Auslandsanteil lag dabei bei knapp 80 Prozent. Deutlich überproportional entwickelten sich die Ergebniskennziffern. "Wir konnten das positive konjunkturelle Umfeld 2006 nutzen und haben unsere gute Marktposition mit innovativen Produkten weiter gestärkt", erklärte Vorstandssprecher Dr. Joachim Brenk. Bezogen auf den Umsatz hat die HOMAG-Gruppe nach eigenen Schätzungen einen Marktanteil von rund 23 Prozent und ist damit der Marktführer der Branche.
Die guten Absatzzahlen sowie Ertragsoptimierungsprogramme in 2006 haben sich positiv auf die Ertragskennzahlen ausgewirkt, die deutlich überproportional zulegen konnten. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Mitarbeiterbeteiligung (EBITDA) erhöhte sich um rund 56 Prozent auf 85,0 Mio. Euro (Vj.: 54,6 Mio. Euro), was einer Verbesserung der EBITDA-Marge bezogen auf die Gesamtleistung von 8,8 Prozent auf 11,5 Prozent entspricht. Das Betriebsergebnis vor Mitarbeiterbeteiligung stieg um rund 80 Prozent auf 65,2 Mio. Euro (Vj.: 36,3 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter lag bei 22,2 Mio. Euro (Vj.: -1,9 Mio. Euro), wobei das Vorjahresergebnis von negativen Sondereffekten der aufgegebenen Geschäftsbereiche maßgeblich beeinflusst war. Die Ergebnisverbesserung 2006 erklärt Finanzvorstand Andreas Hermann zum einen mit der sehr guten Auslastung aller Gruppenunternehmen. Ein weiterer Grund sei das zum Jahresende 2005 eingeleitete Ertragssteigerungsprogramm "Projekt 2008". "Hieraus haben sich bereits positive Effekte ergeben", erklärte Hermann. "Wir haben die Effizienz in der Fertigung deutlich erhöht und konnten somit unsere Personalaufwandsquote spürbar verringern."
Investitionen und Mitarbeiter
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 hat die HOMAG-Gruppe ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Kapazitätserweiterungen im In- und Ausland. Einstiegsprodukte produziert das Unternehmen bereits seit längerem direkt vor Ort in Märkten wie Polen, Asien oder Lateinamerika, um diese Produkte dort zu marktgerechten Preisen anbieten zu können. 2006 wurde das bestehende Werk in Polen deutlich ausgebaut. "Wir sehen unsere ausländischen Produktionsstandorte als sinnvolle Ergänzung zu den inländischen Fertigungsstätten, in denen nach wie vor unser Produktionsschwerpunkt liegt", erläuterte Vorstandssprecher Dr. Brenk die Strategie.
Rund 250 neue Arbeitsplätze konnte der Konzern 2006 schaffen und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 4.623 Mitarbeiter (Vj.: 4.385). Gut 150 neue Arbeitsplätze sind dabei in Deutschland entstanden. Zum Jahresende 2006 waren rund 4.700 Mitarbeiter in der HOMAG-Gruppe tätig.
Dynamische Entwicklung im 1. Quartal 2007
Die positive Umsatz- und Ertragsentwicklung gewann im 1. Quartal weiter an Dynamik. Die Umsatzerlöse stiegen um 23,7 Prozent auf 193,1 Mio. Euro (Vj.: 156,1 Mio. Euro). Gleichzeitig verbesserte sich das EBITDA vor Mitarbeiterbeteiligung um rund 123 Prozent auf 27,4 Mio. Euro (Vj.: 12,3 Mio. Euro) und das Betriebsergebnis vor Mitarbeiterbeteiligung auf 22,3 Mio. Euro (Vj.: 7,4 Mio. Euro). Vorstandssprecher Dr. Brenk: "Mit einem hohen Auftragsbestand und einem weiterhin guten Auftragseingang blicken wir optimistisch nach vorne." Positive Impulse verzeichnete die Unternehmensgruppe aus dem Verlauf der weltweit größten Branchenmesse "Ligna+", die im Mai in Hannover stattfand. Dementsprechend zufrieden zeigt sich Dr. Brenk mit dem Messegeschäft: "Unsere Maschinen und Anlagen sind auf der Ligna+ sehr gut angekommen. Wir werden die Auswirkungen der erheblichen Vorbereitungen für die Ligna+ und die mit der Teilnahme verbundenen Kosten ebenso wie die durch die Feiertage bedingte geringere Betriebsleistung zwar im 2. Quartal spüren, werden aber auf das Gesamtjahr bezogen unsere Erwartungen übertreffen."
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