Ende Juli und damit einen Monat früher als geplant ist die Schichtstoffanlage in Gifhorn in Betrieb gegangen. Die Produktionskapazität im niedersächsischen Werk des Holzwerkstoffherstellers EGGER liegt damit um 25 Prozent höher als bisher. Die Investition wurde notwendig, weil die Nachfrage nach Schichtstoffen aus dem Hause EGGER am Markt steigt und die bestehenden Anlagen aufgrund der guten Auftragslage an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Durch die neue Anlage entstehen in Gifhorn insgesamt 20 neue Arbeitsplätze.
Im Rahmen des derzeit laufenden größten Investitionsprogramms der Unternehmensgeschichte investierte EGGER rund fünf Millionen Euro in das niedersächsische Werk. Durch die neue Schichtstoffanlage wird die Kapazität des Werkes von mehr als 18 Millionen Quadratmetern Schichtstoff um gut ein Viertel auf über 22 Millionen Quadratmeter gesteigert. Neu errichtet wurde auch eine Versandhalle mit einer überbauten Fläche von 2.000 Quadratmetern. Zusätzlich wurden neue Zufahrtswege und ein neuer Mitarbeiterparkplatz für die rund 200 Mitarbeiter geschaffen sowie die Be- und Entladung neu überdacht.
Mit der neuen 50-bar-Maschine der Firma Hymmen wird aber nicht nur die Produktion gesteigert. EGGER geht damit auch einen entscheidenden Schritt zur Standortsicherung des Werkes in Gifhorn. „Mit der Erweiterung der Kapazitäten stellen wir längerfristig sicher, die große Nachfrage bei Schichtstoff bedienen zu können“, so Monika Wiora, Geschäftsführerin für den Bereich Verkauf im Werk Gifhorn. Durch die Internationalisierung der Unternehmensgruppe ist der Schichtstoff-Absatz insbesondere in den mittel- und osteuropäischen Staaten deutlich angestiegen. Mit der neuen Produktionsanlage kann der Bedarf in diesen neuen, stark wachsenden Märkten abgedeckt und auch dort der für EGGER charakteristische Material- und Dekorverbund angeboten werden.
EGGER seit 1988 in Gifhorn
Mit der neuen Anlage wird die über 30-jährige Erfolgsgeschichte des Werkes in Gifhorn fortgeschrieben, in dem die Firma Dekoflex 1975 mit nur drei Mitarbeitern begonnen hatte, die weltweit ersten Endloskantenstreifen aus Melaminlaminat zu produzieren. 1988 hat sich EGGER an dem Werk beteiligt. Dies war für EGGER der Einstieg in die Schichtstofferzeugung. Mittlerweile gehört das Werk vollständig zur EGGER Gruppe. 1996 wurde eine vierte Doppelbandpresse installiert und inzwischen hat sich das Spezialwerk für Schichtstoffe als einer der führenden Produzenten in Europa etabliert. Diese Stellung wird durch die Kapazitätserweiterung gefestigt und ausgebaut.
Der in Gifhorn produzierte Schichtstoff wird unter dem Markennamen EGGER EUROFORM in den verschiedensten Bereichen eingesetzt, von der Möbelindustrie, vor allem bei Küchenarbeitsplatten, der, Türen- und Fahrzeugindustrie über den Innenausbau bis hin zum Schiffsbau. Darüber hinaus gibt es EUROFORM Schichtstoffe auch als Echt-Alu-Schichtstoffe, lackierfähig oder schwer entflammbar für den anspruchsvollen Objekt- und Messebau. Mit Micro-Perforation finden Schichtstoffe aus Gifhorn auch Einsatz bei Akustikelementen.
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