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Gut verpackt – natürlich mit Holz


26.11.07

Ob auf dem Wochenmarkt, bei der herbstlichen Apfelernte oder als Apfelsinen-Kiste im Supermarkt – Holzsteigen und Spankörbe sind aus der Lebensmittelbranche nicht wegzudenken. Doch als Verpackungsmaterial ist Holz nicht nur Lastenträger, sondern noch weit mehr: Es nimmt Einfluss auf die Frische sensibler Waren wie Gemüse, Fisch, Fleisch und vor allem Obst.

Die Fähigkeit des Materials, Feuchtigkeit aufzunehmen und bei Trockenheit wieder abzugeben, verhindert zum Beispiel Staunässe, in der Obst und Gemüse schneller verderben würden. Die Elastizität ermöglicht Verpackungen mit großen Öffnungen, die für eine gute Belüftung der Ware sorgen. Wissenschaftler haben darüber hinaus bewiesen, dass Bakterien – im Gegensatz zu anderen Materialien – auf einer Holzoberfläche keine Chance haben. Argumente, die sich durchsetzen: Laut Branchenverband GROW e.V. werden allein in Deutschland rund 25 Millionen Holzsteigen pro Jahr produziert.

Holz für das „Big Business“: Paletten und Exportverpackungen
Doch auch außerhalb der Lebensmittelbranche ist Holz als Transport- und Verpackungsmaterial unverzichtbar. So wäre ohne die hoch belastbaren Holzpaletten die moderne Logistik kaum denkbar. Millionenfach werden sie tagtäglich verladen, in Deutschland kamen dem Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackungen e.V. (HPE) zufolge allein 2006 rund 90 Millionen neue Paletten in Umlauf. Neben der genormten Europalette lassen sich die Lastenträger zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis auch individuell auf Gewicht oder Größe bestimmter Waren abstimmen. Unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen ist eine Holzpalette sowohl in eisiger Kälte als auch tropischer Hitze voll einsatzfähig, während ihre raue Oberfläche der transportierten Ware Halt und Sicherheit bietet.

Eine weitere bedeutende Rolle im Export nehmen geschlossene Holzverpackungen ein. Haupteinsatzgebiet ist hierbei der Maschinenbau. Exportkisten bieten der empfindlichen Ware stabilen Schutz und lassen sich – genau wie Paletten – auf die meist schweren und großen Bauteile anpassen.

Verpackungen und Paletten aus Holz – ökologisch wertvoll
Der Bau von Paletten, Kisten und Steigen aus Holz verbraucht deutlich weniger Energie als die Verwendung anderer Werkstoffe. Für einen Teil der Holzpackmittel können Holzsortimente genutzt werden, für die es sonst keine Verwendung als Bau- und Werkstoff geben würde. Paletten lassen sich darüber hinaus besonders leicht reparieren. Einzelne beschädigte Bretter oder Holzklötze werden einfach ausgetauscht, wodurch Paletten fast unbegrenzt wieder verwendbar sind.

Die Holzverpackungen tragen damit zu einer effizienten Holzverwendung bei und bieten gleichzeitig einen großen Nutzen für den Klimaschutz – und zwar über den geringen Energieverbrauch ihrer Herstellung hinaus. Denn Holz besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstoff, für dessen Einlagerung der Baum während seines Wachstums das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre herausfiltert. Während der gesamten Verwendung als Packmittel bleibt dieser Kohlenstoff gespeichert.

Endet das Leben einer Holzverpackung, bleibt ihr Holz weiterhin ein wertvoller Rohstoff. Denn frei von Holzschutzmitteln kann es zur Energiegewinnung genutzt werden. Das dann freigesetzte CO2 entspricht nur der Menge, die der Baum zuvor gespeichert hatte.

Eine Branche im Aufwind
Inzwischen ist die Packmittelindustrie einer der bedeutendsten stofflichen Holzverwender in Deutschland und die klare Nummer zwei hinter der Bau­branche. Nach einer HPE-Hochrechnung wurden im Jahr 2006 rund 5,3 Millionen Kubikmeter Holz für Verpackungen und Paletten verwertet. Die Branche verzeichnete im Vorjahresvergleich ein Wachstum von rund zehn Prozent. Für 2007 geht der Branchenverband von einer weiteren Steigerung aus. So legte im ersten Halbjahr die Zahl der produzierten Paletten bereits um rund 16 Prozent, der Bereich Kisten sogar um rund 28 Prozent zu.



News-ID: 08J7CD6PGA

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