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Schnittholzexport auf Rekordniveau - Plus 1,6 Millionen Kubikmeter in 2006/Tendenz setzt sich fort


21.05.07

Schnittholz für Baukonstruktionen und Innenausbau aus Deutschland ist weltweit gefragt. Das zeigt die vorläufige Exportstatistik für das Jahr 2006. Im Vergleich zum Meldestand des Vorjahres stieg das Exportvolumen nochmals deutlich an. Dabei lag die wertmäßige noch über der mengenbezogenen Entwicklung. Nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts erreichte die Exportmenge bei Nadelschnittholz (inkl. Hobelware) rund 7,3 Mio. m3 (+ 27,1 %), wobei der Außenhandelsüberschuss auf rund 3,0 Mio. m3 anstieg. Bei Laubschnittholz erhöhten sich die Exporte auf 754.068 m3 (+ 11,6 %) mit einem Mehr von 187.441 m3 gegenüber den Importen.

Der gesamte Schnittholzexport umfasste damit rund 8,0 Mio. m3. Die Exporte hatten eine weltweite Verteilung.

Erzielte Exportsteigerungen in ausgewählten Ländern 2006:

Nadelschnittholz inkl. Hobelware*

USA + 9,6 % auf 2.198.207 m3
Frankreich + 17,3 % auf 1.025.727 m3
Italien + 45,4 % auf 952.957 m3
Niederlande + 33,9 % auf 611.409 m3
Großbritannien + 52,9 % auf 337.382 m3
Spanien + 39,4 % auf 149.451 m3
Japan + 57,4 % auf 84.504 m3

Buchenschnittholz inkl. Hobelware*

China + Hongkong + 18,1 % auf 73.704 m3
USA + 43,0 % auf 56.605 m3
Niederlande + 28,5 % auf 23.970 m3
Italien + 17,2 % auf 21.982 m3
Portugal + 26,2 % auf 15.803 m3
Japan + 22,1 % auf 8.307 m3
Arabische Emirate + 141,2 % auf 4.745 m3

* Vergleich mit den vorläufigen Ergebnissen zum Meldestand des Vorjahres

Der Erfolgstrend scheint sich nach den bis Februar vorliegenden Zahlen auch in diesem Jahr fortzusetzen. Zwar gingen die bisher dominierenden Nadelschnittholzexporte in die USA währungs- und konjunkturbedingt mit - 64,6 % deutlich zurück, jedoch konnte der übrige Nadelschnittholzexport (inkl. Hobelware) in andere Länder, der schon im Jahr 2006 eine Steigerung um 36,4 % aufzuweisen hatte, in den ersten beiden Monaten dieses Jahres mit 17,8 % wiederum einen bemerkenswerten Zuwachs verzeichnen. Eine positive Perspektive zeichnet sich auch beim Laubschnittholzexport ab, der trotz Einbußen am US-Markt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 89,9 % zulegte.

Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit vergrößern Marktchancen
Deutschlands Wälder besitzen mit 3,4 Mrd. m3 die größten Holzvorräte Europas. Seit Jahren liegt die Nutzung unter dem nachhaltig verfügbaren Potenzial. Dieses Potenzial kann ohne Bedenken stärker genutzt werden, denn die Forstwirtschaft erfolgt unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten auf Basis der strengen Waldgesetzgebung von Bund und Ländern. Zusätzlich sind bereits 70 % der 11,1 Mio. ha Wald zertifiziert (PEFC, FSC). Dieser durch unabhängige Dritte geführte Nachweis nachhaltiger Forstwirtschaft gewinnt auch bei den Interessenten in den Exportzielmärkten zunehmend an Bedeutung.

National wie international ist eine Steigerung der Holzverwendung vor dem Hintergrund der aktuellen Ressourcen- und Klimaschutzdebatte vorhersehbar und wünschenswert. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist der einzige Baustoff, der ständig nachwächst und in idealer Weise ökonomische mit ökologischen Vorteilen vereint. Holz bindet während des Wachstums Kohlenstoff. Beim Einsatz im Bau- und Modernisierungsbereich bleibt die Speicherwirkung erhalten. Nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung führen so zu einer wirksamen Minderung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2).



News-ID: 08B3KYBNVR

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