Mit Wirkung zum 31. Oktober 2005 verkauft die Homag Group AG, Schopfloch, ihre Tochtergesellschaft IMA Klessmann GmbH an den Finanzinvestor ADCURAM Industriekapital AG, München. Der Verkauf ist der letzte Schritt der Anfang 2004 eingeleiteten Neustrukturierung des weltweit führenden Herstellers von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie.
Klaus Bukenberger, Vorstandssprecher der Homag Group AG: Mit diesem lange geplanten und jetzt konsequent vollzogenen Abschluss unserer Neustrukturierung sind wir klar aufgestellt und haben unsere Konzernstruktur und unser Produktportfolio zukunftsorientiert ausgerichtet. Nach dem Gewinn des Kartellverfahrens im Oktober 2003,
das gegen die 1999 erfolgte Fusion der Unternehmensgruppen Homag und IMA
eingeleitet worden war, begann der Vorstand unverzüglich mit der Straffung des
Konzerns und richtete diesen mit einer klaren Ein-Marken-Strategie neu aus. Die
Neuausrichtung war nicht zuletzt durch den Einbruch des Weltmarkts für
Holzbearbeitungsmaschinen in den Jahren 2002 und 2003 notwendig geworden. Im
Zuge dieser Neustrukturierung wurden die Unternehmensteile beziehungsweise
Produktbereiche Hüllhorst, Nottmeyer und Wehrmann aufgegeben, andere wie die
Beschlagsetz- und Montagetechnik von MAW und die Firma Torwegge mit den Fußbodenanlagen in die Homag Gruppe integriert. Mit der Neustrukturierung konnte der Global Player sein Angebot entlang der Prozesskette seiner Kunden nochmals erweitern und bietet so ein in der Branche einmaliges Leistungsspektrum. In einigen Produktbereichen kam es allerdings zu deutlichen Angebotsüberschneidungen mit den zum Konzern gehörenden Unternehmen IMA Klessmann und IMA Meinert. Der jetzt erfolgte Verkauf war deshalb lange geplant und vorbereitet und ist die logische Folge der Neuausrichtung der Homag Group AG. Bukenberger: Mit unserer klaren Ein-Marken-Strategie sind wir jetzt wieder sehr gut aufgestellt und klar im Markt positioniert. Auch nach dem Verkauf bleibt die Homag Group mit einem weltweiten Marktanteil von über 20 Prozent der klare Marktführer der Branche.
Der Käufer, die ADCURAM Industriekapital AG, erwirbt mittelständische Unternehmen und Konzerntöchter, die nicht mehr zum Kerngeschäft des bisherigen Eigentümers gehören, und entwickelt diese Unternehmen aktiv weiter. Investitionsschwerpunkte sind die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Automobil, Elektrotechnik, Materials und Chemie/Pharma. Der neue Eigentümer will das Geschäft mit Systemlösungen durch Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter ausbauen und den internationalen Vertrieb verstärken. Thomas W. Probst, Vorstand der ADCURAM Industriekapital AG: Als Maschinenbauunternehmen mit führender Technologie, einer starken Marke und über Jahrzehnten gewachsenen Kundenbeziehungen passt IMA hervorragend zum Beteiligungsansatz der ADCURAM-Gruppe.
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